Bauzinsen im Vergleich

Wer Interesse am Bau oder Kauf eines Hauses interessiert ist, sollte möglichst bald zuschlagen. Momentan sind die Zinsen für eine Baufinanzierung im Vergleich relativ günstig. Die wenigsten sind in der Lage, eine Immobilie ohne eine solche Finanzierung zu kaufen. Dabei lohnt es sich, Bauzinsen im Vergleich zu betrachten, da teilweise größere Unterschiede zwischen die Anbietern bestehen.Wie viel die Baufinanzierung im Einzelnen kostet und welche Kredithöhe beim jeweiligen Einkommen realistisch ist, hängt von der Höhe des Bau Zins ab.

Berechnung der Bauzinsen

Die Frage, wie sich der Bauzins berechnet, ist dabei nicht ganz einfach. Dies hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

  • Persönliche Faktoren
    Der Bauzins hängt einerseits von persönlichen Faktoren ab. Für den Kreditgeber ist grundsätzlich die Kreditwürdigkeit des Kunden ausschlaggebend, ob demjenigen ein Kredit gewährt wird und wenn ja in welcher Höhe. Das ist dann der Fall, wenn er künftig in der Lage ist, seine Kreditschuld zu begleichen. Um dies herauszufinden, wird der Kreditgeber prüfen, in welcher Situation sich der Kunde befindet.Dabei wird untersucht, wie hoch das derzeitige Einkommen ist, wie sich das Kaufverhalten in der Vergangenheit gestaltete und an welchem Ort die Immobilie errichtet werden soll.Außerdem spielen auch das Geschlecht, das Alter und die familiäre Situation eine Rolle. Dabei wird auch geprüft, wie viele Kinder derjenige hat und wie groß der Haushalt ist.Am positivsten ist hierbei ein Ehepaar, da dieses ein größeres Einkommen hat als eine einzelne Person. Aktuell ist ein Bau Zins für jüngere Leute günstiger, da diese auch länger einen Kredit abbezahlen können.Für einen niedrigen Bauzins ist außerdem vorteilhaft, wenn ein beständiger Beruf nachgewiesen werden kann. So werden Beamte eher ein Kredit bekommen, als jemand, der jährlich seinen Arbeitsplatz wechselt.
  • Wirtschaftliche Faktoren
    Um den Bauzins berechnen zu können ist neben den persönlichen Faktoren das Marktzinsniveau ausschlaggebend. Dies ist der nominale Zins, der auf das zu leihende Kapital bezogen ist. Da die Kreditwürdigkeit der Kreditnehmer, die sehr unterschiedlich ausfällt, auch eine wichtige Rolle spielt, wird oftmals ein Effektivzins angegeben, der die Angebote vergleichbar machen soll und die Zusatzkosten beinhaltet. Dieser liegt aber dementsprechend höher als der Nominalzins. Beeinflusst werden kann das Zinsniveau beispielsweise durch die Handelspolitik der Staaten, die wirtschaftliche Entwicklung und durch die Inflationsrate. Besonders einflussreich gestaltet sich hier die europäische Zentralbank, senkt sie den Leitzins, wird es auch günstiger, sich Geld zu leihen.

Daneben ist auch der Anteil des Eigenkapitals am Darlehen wichtig. Je mehr, desto besser. Um die Bauzinsen berechnen zu können, müssen aber alle Faktoren zusammen genommen betrachtet werden.

Bauzinsen im Vergleich

Momentan liegen die günstigsten Zinsen bei etwas mehr als 2 %. Bei einer Kreditsumme von 150.000 € mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Tilgung von 1 % bietet die interhyp einen Sollzins von 2,4 % was einer monatlichen Rate von 425 € entspricht. Die Allianz berechnet 2,5 % Sollzins bei den gleichen Bedingungen und ist dabei der zweit günstigste Anbieter. Im Jahr 2008 zeigte die Übersicht der Bauzinsen, dass mehr als 5 % bei Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren gezahlt werden mussten. Diese Tatsache war der damaligen Finanzkrise geschuldet. Betrachtet man sich die Auswirkungen dieser, gering scheinenden, Reduzierung der Zinsen, so fällt auf, dass sich bei den oben genannten Konditionen die monatliche Raten deutlich erhöhen würde. Anfang 1990 lag der Bauzins sogar bei 7,5 %, der Rekordwert lag jedoch im März des selben Jahres bei 9,5 %.

Fazit

Diese Übersicht der Bauzinsen zeigt, dass im Vergleich zu vergangenen Jahren die Baufinanzierung so günstig ist wie noch nie. Da das Darlehen aber von sehr unterschiedlichen Faktoren abhängt, sollten Bauzinsen im Vergleich zu anderen Anbietern gesehen werden. Eine Beratung bei der Bank ist in jedem Fall zu empfehlen.