Wie entwickeln sich die Hypothekenzinsen und Immobilienpreise?

Seit Jahren nun haben wir niedrige Zinsen, sowohl für die Geldanlage als auch niedrige Hypothekenzinsen für den Immobilienerwerb. Ursachen hierfür sind im Umfeld der Finanzkrise zu finden. Die Wirtschaft drohte danach komplett zu erodieren und man suchte nach Wegen, der Wirtschaft eine Chance zu geben. Dazu war aber nicht nur die Politik gefordert, mit passenden Maßnahmen entsprechend neue Wege zu gehen, sondern man versuchte auch durch die Zentralbanken eine Lösung zu finden. Hier kam (und kommt) der EZB ein entscheidender Faktor entgegen. Durch ihre Geldpolitik hat die EZB entscheidend dazu beigetragen, dass das Geld nun billig an die Unternehmen (und privaten Konsumenten) weitergegeben werden konnte. Die Geldpolitik wurde also zeitgemäß angepasst, um den verschuldeten Staaten zu helfen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Es gibt aber auch Begleitmaßnahmen durch die EZB. So wurde vor wenigen Jahren auch ein Programm beschlossen, damit die kriselnden Eurostaaten und marode Banken sich erholen konnten. Es wurden Staatsanleihen und andere Wertpapiere aufgekauft, um sie von den Bilanzen der Banken zu entfernen. Dadurch sollte aber vor allem eines erreicht werden: Die Ankurbelung des privaten Konsums! Denn um die Zinslasten zu senken, mussten sich zunächst einmal die Banken „besser fühlen“. Durch den gesenkten Leitzins konnten die Unternehmen und auch Verbraucher zur Kreditaufnahme verleitet werden. Denn wenn sich die Banken bei der EZB billig Geld leihen können, geben sie dies in Form von günstigen Krediten auch an ihre Kunden weiter.

Entwicklung der Immobilienpreise in Ballungsräumen

Preisentwicklung der Immobilien

Durch die billigen Kredite wurden aber vor allem solche „Assets“ geschaffen, die man auch angreifen konnte. Das meiste Geld wird in Immobilien investiert. Dadurch konnten Werte geschaffen werden. Die Preise explodierten daher auch förmlich in den letzten Jahren und das billige Geld ist zumindest ein bedeutender Grund für die vergangene Entwicklung der Immobilienpreise in den Ballungsräumen. Natürlich investiert man vorwiegend in gute Infrastrukturen und Ballungsräume bieten sich in diesem Zusammenhang natürlich an. So wird es für Unternehmen attraktiver Investitionen zu tätigen. Vor allem der Büromarkt hat dadurch enorm profitiert. Selbstverständlich entstehen in den Ballungsräumen im Zentrum einer Stadt keine neuen Fabriken aber Büros und Luxus Appartements werden natürlich in den Ballungsräumen gebaut. Durch den vermehrten und durch die Flüchtlingskrise noch gesteigerten Zuzug von Menschen wird der Immobilienmarkt auch nicht erleichtert. Die Preise werden also auch in absehbarer Zeit noch massiv steigen. Dies ist ein Kreis, der sich ineinander schließt. Während Verbraucher durch die günstigen Kredite und die niedrigen Hypothekenzinsen bei der Anschaffung von neuen Produkten profitieren, können sie aber gleichfalls auch auf die Nachteile auf ihre Sparkonten blicken. Sie müssen sich folglich auch nach alternativen Renditemöglichkeiten umsehen. Sie können also nicht ganz einfach das Geld bei der Bank parken, sondern müssen wieder mehr konsumieren. Die derzeitige Politik unterstützt auch Anschaffungen wie beispielsweise ein neues Auto. Dadurch soll auch die schwächelnde Wirtschaft wieder auf die Beine kommen.

Abschätzung der Hypothekenzinsen - und Immobilienpreisentwicklung

Entwicklung der Hypothekenzinsen

Die derzeitige Situation lässt ganz klar den Schluss zu, dass das niedrige Zinsumfeld noch eine Weile länger Bestand halten könnte. Obwohl erst kürzlich die britische Notenbank einen ersten größeren Zinsschritt vollzogen hat, so dürfte eine größere Zinswelle wohl nicht so schnell kommen. Zu groß ist die Schuldenlast der Staaten und zu groß die Abhängigkeit vom allgemeinen Zinsniveau der Leitmärkte. Würde man die Zinsen massiv anheben, dann würde man die Wirtschaft sofort wieder sterben lassen und auch die Darlehenszinsen erhöhen. Manch böse Zungen behaupten sogar, dass die Wirtschaft nur wegen der günstigen Zinsen so floriert. Auch der Chef der EZB, Mario Draghi, nimmt sich hier kein Blatt vor dem Mund und schwört die Märkte auf weitere Jahre niederer Hypothekenzinsen ein. Dies ist auch nicht ganz ohne Eigennutz, denn schließlich können auch die Banken selbst auf das billige EZB-Geld zurückgreifen. Würden die Zinsen also massiv ansteigen, dann könnten sie für ihre Geschäfte außerdem nicht mehr so stark auf das Geld ihrer Kunden zugreifen. Man darf auch darauf hinweisen, dass der Meister Draghi selbst bereits bei mehreren Gelegenheiten bekräftigt hatte, dass die EZB die Zinsen noch über Monate hinweg niedrig halten wird. Er weist auch selbst immer gerne darauf hin, dass er die Zinsen sogar noch weiter senken könnte. Sparer sollten sich daher dringend nach einer anderen Form der Geldanlage umsehen. Wenn man die Immobilienpreisentwicklung im Zusammenhang mit der Anzahl der Wohnungssuchenden sieht, dann lässt sich auch keine Trendumkehr erkennen. Der Zuzug bleibt groß und es gibt auch keinerlei Indizien dafür, dass sich dies in absehbarer Zeit, zumindest in der Entwicklung bis 2018, auch nur annähernd ändern wird.

wie man in der Grafik sieht, fällt der Hypothekenzins seit langem unter leichten Schwankungen bin ins Jahr 2017. Man könnte meinen, ein Hypothekenzins Vergleich braucht der Immobilienwerwerben bei so niedrigen Hypothekenzinsen nicht mehr. Informationen tagesaktuell machen aber immer Sinn, auch im Jahr 2017. Auch in einer Niedrigzinsphase wie sie derzeit herrscht. Unser Hypothekenzins Vergleich hilft Ihre Finanzierung zu optimieren, denn auch der Hypothekenrechner zeigt, dass eine Tilgung sehr lange dauert bei niedrigem Zinssatz.

Was kann man tun?

Welche Schlüsse lassen sich daher für Immobilienbesitzer daraus schließen? Eine Neufinanzierung erfolgt auf Basis der heute zugänglichen Daten. Sie sehen sich aber nicht nur die Preise auf dem Markt an, sondern müssen auch in die Zukunft blicken. Um die aktuellen Angebote für Hypothekendarlehen zu ermitteln kann unser Hypothekenzinsen Vergleich herangezogen werden. Als Immobilienbesitzer müssen Sie aber auch langfristig denken. Die Hypothekenzinsen sind aber weiterhin günstig und laden natürlich zum Kauf einer Immobilie ein. Die Immobilienpreise sind zwar nicht mehr ganz so günstig wie vor 10 Jahren, aber dennoch gilt die Immobilie als eine der sichersten Anlagen weltweit. Wenn die Laufzeitbindung Ihres Hypothekendarlehen bald abläuft, dann können Sie durchaus Glück bei den Konditionen für Ihre Anschlussfinanzierung haben und günstige Hypothekenzinsen finden. Auch die Banken werden dabei Ihre Bonität berücksichtigen, indem Sie ihren aktuellen Status abfragen und bewerten. Je besser die Bonität ist, desto günstiger wird auch die Anschlussfinanzierung sein. Haben Sie noch ein paar Jahre bis zum Auslauf Ihrer Zinsbindung, so könnte ein Forward-Darlehen Ihnen ermöglichen, sich bereits heute günstige Hypothekenzinsenzinsen in der Zukunft zu sichern. Wie die Hypothekenzinsen in 10 Jahren aussehen werden, dazu wagt heute niemand eine Prognose. Es wäre auch anmaßend, wenn man dies täte. Die Möglichkeit wollen wir aber in den Raum stellen. Wenn Sie also der Meinung sind, dass sich die Hypothekenzinsen in den nächsten Jahren verdoppeln könnten, dann wäre es klug, sich das heute niedrige Zinsniveau durch Forward-Darlehen zu sichern.